Partnerschaft
Ein Produkt ist nur so gut wie die Praxis, die es mitentwickelt.
Deshalb entwickeln wir Ordicall gemeinsam mit dem Primärversorgungszentrum Josefstadt — als Medical Advisor an unserer Seite.
Software für Arztpraxen zu bauen, ohne täglich in einer Praxis zu stehen, ist ein Risiko. Man entwirft am Reißbrett, bestätigt seine eigenen Annahmen, und merkt erst nach dem Rollout, dass zwei Schritte zu viel waren oder einer zu wenig. Genau dort setzt die Zusammenarbeit mit dem PVZ Josefstadt an: Sie ersetzt das, was wir nicht haben können — den unmittelbaren Alltag — durch Menschen, die ihn kennen.
Was ein Medical Advisor für uns bedeutet
Ein Medical Advisor ist für uns kein Logo auf einer Website und kein Beirat, der zweimal im Jahr auf einen Kaffee kommt. Es ist eine Arbeitsbeziehung: Wir zeigen dem PVZ Josefstadt, was wir gerade bauen, bevor es live geht. Sie zeigen uns, was im Praxisalltag passiert, auch wenn es unbequem ist. Die Richtung des Produkts verändert sich durch diese Rückmeldungen — oft in Details, manchmal grundlegend.
Konkret heißt das: Neue Funktionen werden im PVZ getestet, bevor sie andere Praxen erreichen. Typische Anrufsituationen — Akutfälle, Mehrsprachigkeit, unklare Anliegen — sprechen wir gemeinsam durch, nicht gegen ein abstraktes Lehrbuch. Und wenn etwas nicht funktioniert, erfahren wir es direkt, nicht über Umwege.
Warum gerade das PVZ Josefstadt
Das Primärversorgungszentrum Josefstadt ist eines der profiliertesten Primärversorgungszentren Wiens. Ein interdisziplinäres Team aus Allgemeinmedizin, Pflege, sozialer Arbeit und Therapie betreut hier einen Querschnitt der Bevölkerung — von chronisch erkrankten Patient:innen bis zu akuten Anlassfällen. Die Bandbreite ist genau die Realität, für die Ordicall gebaut sein muss: keine Nische, keine ideale Patientengruppe, sondern die tatsächliche Mischung eines Versorgungsalltags.
Genauso wichtig ist die Haltung, mit der im PVZ gearbeitet wird. Versorgung wird dort als etwas verstanden, das besser werden muss — nicht nur verwaltet. Diese Offenheit macht die Zusammenarbeit produktiv: Es gibt keine Abwehrreflexe gegenüber Technologie, aber auch keine Naivität. Jede unserer Entscheidungen wird daran gemessen, ob sie im Praxisalltag trägt.
Wir haben lange nach einer Lösung gesucht, die den Praxisalltag wirklich versteht — nicht eine, die einfach nur Anrufe entgegennimmt. Mit Ordicall arbeiten wir an einem Assistenten, der genau dort entlastet, wo unser Team sonst nicht mehr hinterherkommt, ohne dass Patientinnen und Patienten das Gefühl bekommen, durch ein System zu rutschen.

Team Primärversorgungszentrum Josefstadt
Medical Advisor · Wien
Wie wir zusammenarbeiten
Es gibt feste Formate und es gibt das, was sich im Alltag ergibt. Zu den festen Formaten gehören regelmäßige Reviews: Wir zeigen Prototypen, spielen Anrufverläufe durch, sprechen über Fälle, die in der Woche aufgefallen sind. Zu dem, was sich ergibt, gehören kurze Nachrichten am Morgen — „Gestern Abend hat jemand aus der Warteschleife aufgelegt, können wir das nachvollziehen?" — und ungeplante Telefonate, wenn ein Detail nicht klar ist.
Die medizinische Perspektive prägt dabei nicht nur, was Mia am Telefon sagt, sondern auch, was sie nicht sagt. Welche Einschätzungen außerhalb unseres Rahmens liegen. Wann zwingend an einen Menschen übergeben werden muss. Wo Sicherheit vor Effizienz geht. Diese Leitplanken sind nicht aus einem Handbuch abgeleitet, sondern aus der tatsächlichen Erfahrung einer Praxis, die Tag für Tag mit der Realität arbeitet.
Unabhängigkeit in beide Richtungen
Wichtig ist uns, dass die Zusammenarbeit Feedback erlaubt, das uns nicht gefällt. Das PVZ Josefstadt ist kein Kunde, der bedient wird, und keine Galionsfigur, die zustimmt. Wir erwarten Kritik — zu dem, was wir bauen, und zu dem, was wir lassen sollten. Genauso erwarten sie von uns, dass wir nicht jedem Wunsch folgen, sondern begründen, warum etwas so und nicht anders gelöst wird.
Diese Balance ist das, was den Unterschied macht zwischen einer Partnerschaft, die ein Produkt verbessert, und einer, die nur dafür existiert, in einer Fußzeile zu stehen.
Wir könnten schneller Funktionen veröffentlichen, wenn wir nur auf unsere Ideen hören würden. Aber das wäre nicht das Produkt, das wir bauen wollen. Das PVZ Josefstadt hält uns ehrlich — in dem, was wirklich gebraucht wird, und in dem, was wir uns selbst gern schöner reden würden.
Team Ordicall
Produkt & Engineering
Was daraus entsteht
Die Zusammenarbeit fließt direkt in das Produkt ein, das jede andere Praxis ebenfalls nutzt. Es gibt keine exklusive Version für das PVZ Josefstadt und keine Funktionen, die anderen Praxen vorenthalten werden. Was wir gemeinsam lernen, kommt allen zugute — weil eine bessere Versorgung nicht davon abhängen darf, wer bei welchem Zentrum sitzt.
Gleichzeitig entsteht ein zweites Feld: Wir dokumentieren, was wir zusammen erarbeiten. Entscheidungen, Abwägungen, Irrwege. Nicht alles davon wird öffentlich sein, aber vieles. Wenn andere Praxen oder andere Anbieter von unseren Fehlern profitieren können, ist das für uns kein Problem. Es ist der Punkt.
Ein bewusst schmaler Kreis
Wir halten den Kreis unserer Medical Advisor bewusst klein. Nicht, weil sich mehr Praxen nicht engagieren wollten, sondern weil echter Austausch Zeit und Nähe braucht, die mit zusätzlichen Partnern irgendwann verloren gehen. Das PVZ Josefstadt ist deshalb nicht die erste Station auf einer wachsenden Liste, sondern der Anfang einer sehr konkreten Arbeit.
Wenn daraus mittelfristig ein zweiter oder dritter Partner wird, dann nur, weil wir die gleiche Tiefe gewährleisten können — nicht, weil wir eine Zahl auf einer Folie erhöhen möchten.
Wenn Sie selbst in einer Praxis arbeiten und einen Gedanken dazu haben, wie Ordicall Ihren Alltag konkret verbessern — oder wo es ihn heute noch nicht tut, schreiben Sie uns. Die besten Ideen stammen nicht aus unserem Büro.